Der TVR Cerbera Speed 12
böse und brutal

Der TVR Cerbera Speed 12
böse und brutal

900 PS und nur 1000 Kilogramm Kampfgewicht  – der TVR Cerbera Speed 12

Alles begann Mitte der 90er, als TVR mit dem Projekt 7/12 (die 7 stand für den Hubraum, die 12 für die Zylinder) den stärksten Serienwagen der Welt bauen wollte, der gleichzeitig als Basis für einen FIA-GT-Renner dienen sollte. So fügten die Mannen bei TVR zwei hausgemachte Sechszylinder zu einem 7,7 Liter großen V12 zusammen und komplettierten diesen mit dem Chassis und der geänderten Karosserie des Cerbera. Nach vielen Problemen, Reglement-Änderungen in der FIA-GT-Meisterschaft und der Feststellung, dass ein solcher Wagen mit knapp 1000 PS und einem Leistungsgewicht von rund 1 Kg/PS auf der Straße nicht zu fahren ist, wurde das mittlerweile in „Cerbera Speed 12“ umbenannte Projekt im Jahr 2000 eingestellt. Einige Rennversionen des auf 685 PS gedrosselten Boliden wurden zwischenzeitlich allerdings recht erfolgreich in verschiedenen Rennserien eingesetzt. Angetrieben wurden auch diese Wagen von dem 7,7 Liter großen V12, der in der Straßenversion niemals einem Leistungstest unterzogen werden konnte, da kein Prüfstand aufgetrieben werden konnte, der diesem Motor standhielt.

Nachdem alle bis 2000 gebauten Prototypen wieder zerlegt waren und potenzielle Kunden ihre Anzahlung für den Serienwagen zurückbekommen hatten, wurde im Jahre 2003 ein einziges Exemplar – genau dieses – neu aufgebaut. Laut einem britischen Automagazin, das den Wagen 2005 testete, standen indes „nur“ rund 840 PS am Pedal bereit.

Es bleibt fraglich, ob der V12 unter der Haube dieses extrem raren Supersportlers jemals über die Leerlaufdrehzahl hinaus gekommen ist, anderenfalls wären folgende Fahrleistungen realisierbar: Der Sprint soll in knapp drei Sekunden erledigt sein, in 13,9 Sekunden sollen 320 km/h anliegen und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei etwa 385 km/h. Außerdem soll der TVR Cerbera Speed 12 die Viertelmeile in glatten 9,0 Sekunden absolvieren können und dabei eine Geschwindigkeit von 248 km/h erreichen. Klar dürfte indes sein, dass diese Werte von einem der Prototypen aufgestellt wurden, der längst zerlegt und als Ersatzteillager für die Rennwagen diente.


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